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Prüfungsvorbereitung

§34i Prüfung Kosten: IHK-Gebühren im Überblick

09.09.2026 · Redaktion 34iprüfung.de · Aktualisiert: 09.09.2026

Was kostet die Sachkundeprüfung nach § 34i GewO? Drei Beispiele aus 2026, welche weiteren Kosten bis zur Erlaubnis anfallen und wie du deine Ausgaben planst. Stand 10/2026.

Stand: 10/2026. Die Gebühren für die Sachkundeprüfung „Geprüfte Fachfrau/Geprüfter Fachmann für Immobiliardarlehensvermittlung IHK“ sind nicht bundeseinheitlich. Jede IHK legt ihre Gebühren in einer eigenen Gebührenordnung fest. Deshalb können die Kosten je nach Prüfungsort deutlich voneinander abweichen.

Beispiele für Prüfungsgebühren 2026

Zur Orientierung haben wir drei Beispiele zusammengestellt. Bitte prüfe vor deiner Anmeldung immer die aktuelle Gebühr direkt auf der Website deiner IHK – Gebühren können sich ändern, und manche IHKs berechnen die Teile getrennt.

IHK Gebühr (Beispiel 2026) Hinweis
IHK Karlsruhe 220 € komplette Prüfung
IHK Frankfurt am Main 390 € Angabe der IHK, Details zur Aufteilung dort prüfen
IHK Düsseldorf 476 € Angabe der IHK, Details zur Aufteilung dort prüfen

Die Spanne zeigt: Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Beispiel liegen mehr als 250 €. Da du die Prüfung grundsätzlich bei jeder IHK ablegen kannst, lohnt sich ein Vergleich – allerdings spielen auch Fahrtkosten, Termine und Wartezeiten eine Rolle.

Wovon hängen die Kosten ab?

  • Gebührenordnung der IHK: Jede Kammer kalkuliert eigenständig.
  • Getrennte oder gemeinsame Abrechnung: Manche IHKs nennen eine Gesamtgebühr, andere berechnen schriftlichen und praktischen Teil getrennt.
  • Befreiung vom praktischen Teil: Wer z. B. eine Erlaubnis nach § 34d, § 34f oder § 34h GewO hat, kann vom praktischen Teil befreit werden. Ob sich dadurch die Gebühr reduziert, hängt von der IHK ab.
  • Wiederholung: Für eine Wiederholungsprüfung fällt erneut eine Gebühr an – in der Regel für den Teil, den du wiederholst.
  • Rücktritt: Bei kurzfristiger Abmeldung können Stornogebühren entstehen.

Weitere Kosten auf dem Weg zur Erlaubnis

Die Prüfungsgebühr ist nur ein Teil deines Budgets. Bis du als Immobiliardarlehensvermittler tätig werden kannst, kommen weitere Posten hinzu. Die folgenden Punkte solltest du einplanen; die konkreten Beträge erfragst du bei den jeweiligen Stellen:

Kostenposition Wofür?
Vorbereitung Lehrgang, Bücher, Online-Kurs oder Übungsfragen – freiwillig, aber für die meisten sinnvoll
Erlaubnisantrag nach § 34i GewO Gebühr der zuständigen Erlaubnisbehörde (oft die IHK)
Nachweise Führungszeugnis, Auszug aus dem Gewerbezentralregister, Auskünfte zu Vermögensverhältnissen
Berufshaftpflichtversicherung laufende Versicherungsprämie, Voraussetzung für die Erlaubnis
Registereintragung Eintragung in das Vermittlerregister
Gewerbeanmeldung Gebühr der Gemeinde

So planst du deine Kosten

  1. IHK auswählen: Vergleiche Gebühr, Termine und Erreichbarkeit von zwei oder drei IHKs in deiner Nähe.
  2. Befreiung prüfen: Hast du bereits eine Erlaubnis nach § 34d, § 34f oder § 34h GewO? Dann frage nach der Befreiung vom praktischen Teil.
  3. Vorbereitung realistisch einschätzen: Eine Wiederholung kostet Geld und Zeit. Eine gute Vorbereitung ist meist günstiger als ein zweiter Versuch.
  4. Folgekosten einkalkulieren: Erlaubnis, Versicherung und Registrierung gehören zum Gesamtbudget.
  5. Steuerliche Fragen klären: Ob du Prüfungs- und Weiterbildungskosten steuerlich geltend machen kannst, beantwortet dir ein Steuerberater.

Lohnt sich die Investition?

Die Sachkundeprüfung ist die Eintrittskarte in einen regulierten Beruf. Zudem gilt: Wer die Prüfung nach § 34i GewO bestanden hat, kann diese Qualifikation auch für die neue Erlaubnis nach § 34k GewO (Vermittlung von Allgemein-Verbraucherdarlehen, ab 20.11.2026) nutzen. Eine eigene Erlaubnis nach § 34k GewO musst du dafür allerdings trotzdem beantragen, wenn du solche Kredite vermitteln möchtest.

Checkliste vor der Anmeldung

  • Aktuelle Gebühr auf der IHK-Website geprüft
  • Rücktritts- und Wiederholungsbedingungen gelesen
  • Befreiung vom praktischen Teil geklärt
  • Prüfungstermin mit genügend Lernzeit gewählt
  • Budget für Erlaubnis, Versicherung und Registrierung eingeplant

Mit dieser Planung vermeidest du Überraschungen und kannst dich voll auf das Lernen konzentrieren.

Rechenbeispiel: Gesamtbudget bis zur Erlaubnis

Wie viel du insgesamt einplanen solltest, hängt stark von deinem Weg ab. Ein Beispiel zur Orientierung: Lisa bereitet sich mit einem Online-Kurs und Übungsfragen vor und meldet sich bei einer IHK mit einer Prüfungsgebühr von 390 € an. Sie besteht beide Teile im ersten Versuch. Danach beantragt sie die Erlaubnis, schließt eine Berufshaftpflichtversicherung ab und lässt sich registrieren. Ihr Budget besteht damit aus:

  • Vorbereitungskosten (je nach Anbieter sehr unterschiedlich),
  • 390 € Prüfungsgebühr,
  • Gebühren für Erlaubnis und Registrierung,
  • Kosten für Nachweise (Führungszeugnis, Gewerbezentralregister),
  • laufende Versicherungsprämie.

Hätte Lisa einen Teil wiederholen müssen, wären weitere Prüfungsgebühren und zusätzliche Lernzeit hinzugekommen. Deshalb gilt: Eine solide Vorbereitung ist in der Regel die beste Kostenbremse.

Häufige Missverständnisse

  • „Die Gebühr ist bundesweit gleich.“ Falsch – jede IHK setzt eigene Gebühren fest.
  • „Mit dem Prüfungszeugnis darf ich sofort vermitteln.“ Falsch – du brauchst zusätzlich die Erlaubnis nach § 34i GewO und die Registrierung.
  • „Die Befreiung vom praktischen Teil macht die Prüfung immer billiger.“ Nicht unbedingt – das hängt von der Gebührenordnung der IHK ab.
  • „Angestellte brauchen keine Prüfung.“ Auch Beschäftigte, die unmittelbar bei der Vermittlung oder Beratung mitwirken, müssen in der Regel sachkundig sein; der Arbeitgeber muss dies sicherstellen.

Wo finde ich die aktuelle Gebühr?

Die meisten IHKs veröffentlichen die Prüfungsgebühr auf der Seite zur Sachkundeprüfung „Immobiliardarlehensvermittlung“ oder in ihrer Gebührenordnung. Suche auf der Website deiner IHK nach „Sachkundeprüfung § 34i“ oder „Immobiliardarlehensvermittler“. Achte darauf, ob der Betrag die gesamte Prüfung oder nur einen Teil abdeckt, und notiere dir das Datum, an dem du nachgesehen hast. Im Zweifel hilft ein kurzer Anruf beim Prüfungsservice.

Häufige Fragen

Warum kostet die §34i Prüfung nicht überall gleich viel?

Jede IHK legt ihre Gebühren in einer eigenen Gebührenordnung fest. Die Beispiele aus 2026 reichen von 220 € (IHK Karlsruhe, komplett) über 390 € (IHK Frankfurt) bis 476 € (IHK Düsseldorf). Prüfe immer die aktuelle Gebühr deiner IHK.

Muss ich die Prüfung bei meiner örtlichen IHK ablegen?

In der Regel kannst du die Sachkundeprüfung bei jeder IHK ablegen, die sie anbietet. Für den Erlaubnisantrag ist dagegen die Behörde an deinem Geschäftssitz zuständig.

Ist die Prüfungsgebühr schon alles?

Nein. Hinzu kommen meist Kosten für die Vorbereitung, den Erlaubnisantrag, Nachweise wie das Führungszeugnis, die Berufshaftpflichtversicherung, die Registereintragung und die Gewerbeanmeldung.

Hinweis: 34iprüfung.de ist eine unabhängige Lernplattform und keine Website einer Industrie- und Handelskammer (IHK) oder der DIHK. Die Inhalte dienen der Prüfungsvorbereitung und stellen keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung dar. Verbindlich sind die Gesetze sowie die Auskünfte deiner zuständigen IHK.

Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung. Verbindliche Informationen zur Prüfung erhältst du bei deiner zuständigen IHK.