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34i Lernnotizen: Prüfungswissen kompakt

Das Wichtigste aus allen 12 Lernbereichen: Fakten, Schemata, Prüfungsfallen und Merksätze.

Lernbereich 1

Lernnotizen: Kundenberatung & Gesprächsführung

5 Themen, erstellt aus den Prüfungsfragen dieses Lernbereichs: was du wissen musst, wo die typischen Fallen liegen und wie du es dir merkst.

Karteikarten

1 Serviceerwartungen und Besuchsvorbereitung

Was Kunden erwarten und wie du einen Beratungstermin strukturiert vorbereitest.

Das musst du wissen

  • Kunden erwarten Kompetenz, Erreichbarkeit, Termintreue, Verständlichkeit, Transparenz und Diskretion.
  • Zufriedenheit = erlebte Leistung erreicht oder übertrifft die Erwartung.
  • § 12 ImmVermV: Tätigkeit mit Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit im Interesse des Darlehensnehmers.
  • Alle künftigen Darlehensnehmer sollten am Gespräch teilnehmen.
  • Unterlagen-Checkliste vorab senden: Einkommens-, Eigenkapital- und Objektunterlagen.
  • Vorabinformationen über den Vermittler (Identität, Registrierung, Bindung, Vergütung) vor Beginn der Vermittlungstätigkeit.

Prüfschema

  1. Gesprächsziel festlegen
  2. Vorhandene Informationen auswerten
  3. Unterlagen-Checkliste senden
  4. Vorabinformationen bereitstellen
  5. Ort, Zeit und Technik organisieren

Typische Prüfungsfallen

  • Produktauswahl vor der Bedarfsanalyse ist nicht kundengerecht.
  • 'Bestzinsgarantien' wecken unerfüllbare Erwartungen.
  • Nur einen Partner einladen, obwohl beide Darlehensnehmer werden.

Merksatz: Gute Beratung beginnt vor dem Gespräch.

Aus der Praxis: Notartermin in vier Wochen: Termin mit beiden Partnern, Checkliste und Vorabinformationen per E-Mail, Ziel 'Finanzierungsrahmen klären'.

Rechtsgrundlagen: § 12 ImmVermV (Allgemeine Verhaltenspflicht) · DIHK-Rahmenplan Geprüfte/r Fachmann/-frau für Immobiliardarlehensvermittlung IHK

2 Kundensituation, Bedarf und Haushaltsrechnung

Die vier Bereiche der Kundensituation, der Unterschied zwischen Wunsch und Bedarf und die Haushaltsrechnung als Tragfähigkeitsprüfung.

Das musst du wissen

  • Kundensituation: persönlich, beruflich, finanziell sowie Ziele und Präferenzen.
  • Bei Beratungsleistungen sind Bedarf, persönliche und finanzielle Situation, Präferenzen und Ziele zu erheben (§ 511 BGB, für Vermittler über § 655a BGB).
  • Ist kein geeignetes Produkt verfügbar, ist dies dem Kunden mitzuteilen.
  • Finanzierungsbedarf = Gesamtkosten − Eigenkapital.
  • Haushaltsrechnung: Nettoeinkommen − Lebenshaltung − bestehende Verpflichtungen = frei verfügbar.
  • Eigenkapitalquote = Eigenkapital / Gesamtkosten (nicht / Kaufpreis).
  • Lebensereignisse (Elternzeit, Selbstständigkeit, Ruhestand) gehören in die Analyse.

Prüfschema

  1. Situation erfassen
  2. Ziele gewichten
  3. Finanzierungsbedarf berechnen
  4. Tragbare Rate ermitteln
  5. Produktbausteine wählen
  6. Absicherung prüfen

Typische Prüfungsfallen

  • Nebenkosten im Finanzierungsbedarf vergessen.
  • Eigenkapitalquote auf den Kaufpreis statt auf die Gesamtkosten beziehen.
  • Den gesamten freien Betrag als Rate verplanen.

Merksatz: Erst die vollständige Analyse, dann die Empfehlung.

Aus der Praxis: Netto 4.800 € − Lebenshaltung 2.100 € − Kredite 350 € = 2.350 € frei verfügbar; empfohlene Rate mit Puffer deutlich darunter.

Rechtsgrundlagen: § 511 BGB (Beratungsleistungen bei Immobiliar-Verbraucherdarlehen) · § 655a BGB (Darlehensvermittlungsvertrag) · DIHK-Rahmenplan Geprüfte/r Fachmann/-frau für Immobiliardarlehensvermittlung IHK

3 Gesprächsphasen und Fragetechnik

Der Ablauf eines Beratungsgesprächs und der gezielte Einsatz von Fragen und aktivem Zuhören.

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4 Einwandbehandlung und Abschluss

Wie du Einwände und Vorwände erkennst, mit bewährten Methoden behandelst und fair zum Abschluss kommst.

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5 Dokumentation, Nachbetreuung und Anschlussfinanzierung

Aufbewahrungsfristen, Nachbetreuungsanlässe und die drei Wege der Anschlussfinanzierung.

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Jetzt anwenden: Übungsfragen zu Kundenberatung · Lektionen